- 25 - Bericht des Präsidenten für das Jahr 2025 2025 wird als das Jahr in die Geschichte eingehen, in dem sich der FSSV und der FKSV zu einer neuen Schützenfamilie zusammengeschlossen haben, nämlich dem Freiburger Schiesssportverband. Anstatt eine Bilanz des vergangenen Jahres zu ziehen, das wie alle letzten Jahre positiv war, möchte ich an die Geschichte unseres FSSV erinnern. Während des Zweiten Weltkriegs entwickelte sich das Luftgewehr- und Kleinkaliber-Schiessen stark. Ein Grund dafür war die Verfügbarkeit von Munition. Die Munition für das Schiessen auf 300 m unterlag aufgrund des Bedarfs der Armee Beschränkungen. Dies war bei Kleinkalibermunition nicht der Fall. In der Deutschschweiz gab es zu dieser Zeit 171 Sektionen, von denen die ältesten 1898 gegründet worden waren. In der Westschweiz gab es nur 8. Bis 1947 wurden in der Romandie 17 neue KK-Sektionen gegründet. Diese 25 Westschweizer Sektionen schlossen sich zur Vereinigung der KK-Sektionen der Westschweiz zusammen, die dem Eidgenössischen KK-Verband angeschlossen war. Der Kanton Freiburg befand sich in einer besonderen Situation. Sechs Sektionen des Seebezirks sowie der Verein "Les Amis du Petit Calibre de Fribourg" waren Mitglieder des Berner Verbandes. 1948 gab es in jedem Kanton der Westschweiz Kleinkaliber-Sektionen. Da der Wunsch nach Autonomie immer grösser wurde, spaltete sich der Westschweizer Verband in kantonale Verbände auf, einen für jeden Kanton. Die sechs zu diesem Zeitpunkt bestehenden Freiburger Sektionen, nämlich Bulle, Chavannes-les-Forts, La Corbaz, Corpataux, Cottens und La Roche, gründeten den ersten Freiburger Verband der Kleinkaliber-Schützenvereine. Er zählte etwa 200 beitragszahlende Mitglieder. Alphonse Morand aus Bulle, Präsident, Jean Brodard aus La Roche, Florian Crottaz aus Chavannes-les-Forts, Charles Magne aus Corpataux und Camille Rossier aus Neyruz bildeten den ersten Vorstand dieses neuen Vereins, der seine Tätigkeit mit einer leeren Kasse aufnahm. 1958, unter dem Vorsitz von Georges Corboud aus Grandvillard, wurde aufgrund der stark gestiegenen Zahl der Sektionen und Mitglieder eine neue Bezeichnung beschlossen: Kantonaler Freiburger Verband der Kleinkaliber-Schützen. Der KFVKKS zählte 11 Sektionen und rund 360 Mitglieder, nachdem die Amis du Petit Calibre de Fribourg aus dem Berner Verband ausgetreten waren. Das Vermögen des Kantonalvereins belief sich zu diesem Zeitpunkt auf etwa 360 Franken. Die folgenden drei Jahre waren schwierig. Drei Mitglieder des Kantonalvorstands weigerten sich weiterhin, ein Amt zu übernehmen. Da sich die Verzögerungen bei der Einreichung der Berichte an den Zentralvorstand verschärften, drohten die Bundesinstanzen mit Sanktionen. 1960 organisierte Bulle das erste kantonale Kleinkaliber-Schiessen. An der Delegiertenversammlung von 1963 trat der gesamte Vorstand geschlossen zurück. Ein neuer Vorstand unter der Leitung von René Romanens setzte sich zum Ziel, das Kleinkaliber-Schiessen im Kanton zu fördern und junge Schützen und Matchschützen auszubilden. Ein Versuch, die Sektionen des Seebezirks wieder in den Freiburger Verband zu integrieren, blieb erfolglos. 1964 fand in Giffers das zweite kantonale Kleinkaliber-Schiessen statt. Der Kantonalverband zählte zu diesem Zeitpunkt 17 Kleinkaliber-Sektionen und eine Luftgewehrsektion, nämlich diejenige von Bulle. 1973 schaffte sich der KFVKKS zum ersten Mal eine Fahne an, die im Frühjahr 1974 in der Kirche Saint-Pierre-aux-Liens in Bulle gesegnet wurde. Zu dieser Zeit nahm der KFVKKS den Namen Freiburgischer Sportschützenverband (FSSV) an. Unter dem Einfluss von Othmar
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